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Klein, schnell und mit heißen Reifen
Von Null auf Hundert in drei Sekunden, satte 200 Kmh Höchstgeschwindigkeit
und ein windschnittiges Chassis - der silbern glitzernde Flitzer ist ein richtiger Renner.Bei ihm drückt Sebastian Hotzel ist auf's Pedal und pusht mit der Tiptronic-Schaltung das Getriebe nach oben.
Der 18-Jährige ist der Youngster unter den
Monaco-Kart-Fahrern, die bisher ausschließlich im Ausland ihre Runden drehen. Das soll anders werden, auch wenn Sebastian bisher der einzige deutsche Starter in dieser Kategorie ist - Monaco Kart soll hierzulande populärer werden.
Bereits mit zehn Jahren saß der Singener zum ersten mal in einem Kart und gab Gas. Mit zwölf spendierte ihm Papa Hotzel den ersten eigenen Flitzer und damit begann die Rennleidenschaft
im eingespielten Hotzel-Duett. Sebastian startete für den MSC Beuren a. A, später für den MCH Singen und räumte rund um den Bodensee im Slalom ab. Sein Vater Horst ist immer mit von der Partie, wenn der junior sich in den Sitz zwängt. Auch wenn das Rennfieber die beiden mittlerweile nach Italien, Frankreich und Spanien treibt.
Beim Monaco Challenge 2001 belegte der Kartfahrer aus der Hohentwielstadt den sechsten
Platz. Trotz technischer Ausfälle. Um an diesen Rennen starten zu dürfen,muss man 16 Jahre alt sein und die internationale 'Fahrer-Lizenz der Kategorie C in der Tasche haben. Die erfordert reichlich theoretisches und technisches Wissen. Dies
ist ebenso notwendig wie die Konzentration. Denn ein Rennen geht gut 45 Minuten lang
und »da muss man voll dabei sein«, weiß das Nachwuchstalent. Sebastian fährt
für das Serrano Racing Team aus Italien und genießt neben dem sportlichen Aspekt natürlich
den Flair der »kleinen Formel l«. Massig Zuschauer an der Rennstrecke, Trubel in den Boxen und schöne große Pokale, wenn man endlich auf dem Treppchen landet. Und dies schaffte der Singener beim letztjährigen Challenge bereits mit je zwei zweiten und dritten Plätzen. Da wird's in der neuen Runde ab Mai sicher auch einmal für ganz oben reichen, hofft nicht
nur Papa Hotzel.
Quelle: Wochenblatt vom 17. April 2002
Seite 30
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